In den letzten Monaten hatte der Betriebssystemhersteller Microsoft immer wieder Probleme mit seinen Updates. So berichteten Nutzer über auftretende Bluescreens und allgemeine Probleme, die aufgetreten sind, nachdem ein Update gemacht wurde. Nun hat Microsoft anscheinend nicht nur Probleme mit den Updates für Windows 10, sondern auch noch Probleme mit dem eigenen Virenschutzprogramm Windows Defender. Der Windows Defender ist auf allen Windows 10 Systemen vorinstalliert und soll die Nutzer vor Viren und Malware schützen, dazu im folgenden Artikel mehr.

Jetzt wurde bekannt, dass der Software-Hersteller Microsoft ein Update für den Windows Defender im September herausgebracht hat, welches die komplette Scan-Funktion lahmgelegt hat.

Windows Defender Update – Was funktioniert nicht mehr?

Wenn Sie als Nutzer unter Windows 10 mit dem Defender eine Schnellüberprüfung machen möchten, ist dies unter dem neusten Defender-Update nicht mehr möglich. Auch eine komplette Überprüfung des gesamten Systems ist mit dem neusten Update nicht mehr machbar. So werden durch das Update nicht mehr alle Dateien gescannt, sondern lediglich einige Files analysiert. Fehler, wie Viren oder Malware werden dabei auch nicht mehr behoben. Die komplette Funktion des Windows Defenders ist so aktuell nicht mehr nutzbar.

Es gibt jedoch einen Weg, wie Sie aktuell dennoch Ihr System mit dem Defender von Microsoft analysieren und schützen können. Und zwar haben Sie die Möglichkeit der benutzerdefinierten Überprüfung. Hiermit lässt sich die Scan-Funktion starten. Jedoch ist dieser Weg mit einem Mehraufwand verbunden. So müssen Sie hier sämtliche Laufwerke oder Ordner, die gescannt werden sollen, manuell festlegen. Gerade für Laien ist dieser Vorgang relativ kompliziert, weshalb wir hoffen, dass Microsoft hier ein Update in naher Zeit herausbringt.

Bei wem trifft das Windows Defender Problem zu?

Zugegeben, nicht alle Nutzer haben das Problem mit dem neusten Defender Update. Es betrifft nach bisherigen Kenntnissen nur den Windows Defender in der Version 4.18.1908.7. Außerdem sollen auch die Security Essentials von Microsoft betroffen sein. Diese sind unter Windows 7 zu finden. Bei den Microsoft Security Essentials handelt es sich um die Version 1.301.1645.0, welche diese Fehler verursacht.

Dennoch haben wir für Sie eine erfreuliche Nachricht, denn das Problem ist in einigen Tagen wahrscheinlich behoben. So bringt der US-amerikanische Konzern ein Update für Windows Defender Antivirus KB2267602 raus, womit das Problem behoben sein soll.

Mit dieser genannten Version, wird es Ihnen dann wahrscheinlich wieder möglich sein, die Scanfunktion im Windows Defender tadellos zu nutzen und so Ihren PC ein bisschen sicherer vor Angriffen zu machen.

Außerdem sei gesagt, dass es sich laut Angaben des amerikanischen Konzerns nicht um einen Fehler in der Programmierung handeln soll. Es ist lediglich eine Definition für den Fehler verantwortlich. Daher ist davon auszugehen, dass mit dem Update in einigen Tagen der Fehler behoben ist und Sie mit dem Windows Defender von Microsoft keine Probleme mehr haben werden. 

Fraglich ist dennoch, warum diese Probleme in letzter Zeit immer wieder auftreten und sie nicht in der Kontrolle bereinigt werden. Hier muss Microsoft in der Qualitätskontrolle nachbessern. Für viele ist das Nutzen von Cloud Computing ebenfalls eine Blackbox wenn es um Sicherheit geht. Anbieter versprechen höchste Sicherheit, die sie auch einhalten können. Dennoch ist die Befürchtung allgegenwärtig.

Im weiteren Teil von diesem Artikel erläutern wir Ihnen noch die Funktionen vom Windows Defender und geben Ihnen auch noch Alternativen mit an die Hand, die Sie stattdessen als Virenschutzprogramm nutzen können.

Was macht der WD im Detail?

In den Tagen von Windows XP war eine gute Antivirensoftware immer noch unabdingbar, da das Microsoft-Betriebssystem nur über eine rudimentäre Firewall verfügte, durch die die meisten Malware-Programme nahezu ungestört übertragen werden konnten. Mit der Veröffentlichung von Windows Vista versprach die IT-Gruppe mehr Sicherheit. Dies bedeutet, dass der Windows Defender ein integraler Bestandteil von Windows 8 und Windows 10 ist. In der Zwischenzeit fragen viele Benutzer: Reicht Windows Defender zum Schutz vor Malware aus?

Alle wichtigen Fakten zum Microsoft Defender

Der Windows Defender, der als Betaversion mit dem Namen Microsoft Windows AntiSpyware bekannt wurde, ist eine Sicherheitssoftware, die direkt von Microsoft entwickelt wurde. Die Hauptaufgabe ist die Erkennung und Beseitigung von Schädlingen, insbesondere von Spyware. Um den Schutz zu erhöhen, blockiert der Defender von Microsoft auch Prozesse, die beim Start unter allen Windows Betriebssystemen Administratorrechte erfordern.

Vorinstalliert ist er auf:

Windows Vista, Windows 7, Windows 8 und Windows 10.

Für ältere Betriebssysteme lässt sich der Defender auch herunterladen und nutzen.

Der grundsätzliche Zweck vom Defender besteht darin, den Computer vor eindringender Malware zu schützen und den Nutzer zu warnen und die Malware zu beseitigen. 

Bei näherer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass der Windows Defender ein einfacher Echtzeit-Scanner ist, der mit den “korrekten” Antivirenprogrammen von Bitdefender, Kaspersky und Co. kaum mithalten kann. Obwohl Microsofts kleines Nebenprojekt in den letzten Jahren gewachsen ist, der Windows Defender ist immer noch nicht in der Lage, mit guter externer Antivirensoftware Schritt zu halten. Somit liegt die Wahrscheinlichkeit, dass der Windows Defender trotz der zusätzlichen heuristischen Analyse neue Varianten von Viren, Trojanern oder anderer Malware erkennt, bei nur 25 Prozent, während die Erkennungsrate bei etwa 76 Prozent liegt. 

Zum Vergleich: Die Trefferquote bekannter Hersteller von Antivirensoftware liegt zwischen 90 und 98 Prozent. Immerhin: Der Windows Defender ist schlank, ressourcenschonend und läuft sogar auf stark gealterten XP-Computern. Aber sind das gute Gründe, sich auf ihn zu verlassen? Wir empfehlen Ihnen zusätzlich ein weiteres Antivirenprogramm zu installieren, um Ihren PC besser vor Angriffen zu schützen.

Welche Alternativen gibt es zum Windows Defender?

Da der Schutz vom Microsoft WD eher unzureichend ist, empfehlen wir Ihnen noch ein zusätzliches Antivirenprogramm zu installieren.

In der folgenden Auflistung finden Sie einige gute Antivirenprogramme, die wir für gut befinden:

Avira Free Antivirus: Bietet umfangreichen Schutz für Ihren Pc und sichert Sie zuverlässig vor Viren.

Norman Malware Cleaner: Hat eine hohe Erkennungsrate und ist daher eine gute Ergänzung zu einem bestehenden Antivirenprogramm.

Spyware Terminator: Die Software durchsucht euren Computer nach Spyware, Adware und anderen Eindringlingen auf eurem System und schickt sie in die ewigen Jagdgründe.

Spybot – Search & Destroy: Mit Spybot Search & Destroy erhalten Nutzer eine hilfreiche Anwendung zum umfassenden Schutz der Privatsphäre. Die kostenlos nutzbare Software durchsucht hierfür effektiv die Windows-Installation nach Spyware, Trojanern, Keyloggern und ähnlicher Malware.

Unser Fazit zum Windows Defender

Abschließend kann man sagen, dass der Windows Defender sicherlich ein gutes Tool ist, um den PC vor Viren und Malware zu schützen. Sie sollten aber zusätzlich ein Tool installieren, damit eine maximale Sicherheit gewährleistet ist. Außerdem muss Microsoft an den Updates arbeiten, damit solche Fehler nicht mehr so häufig auftreten.

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